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Ansätze zur Klassifizierung

Funktionale Klassifizierung

Bei dieser Art der Klassifizierung gilt das Grundprinzip, dass Gegenstände oder Objekte anhand ihrer Funktion geordnet werden. Als vorteilhaft erweist sich die Anwenderfreundlichkeit dieses Ansatzes, weil die ausgewählten Begriffe leicht interpretierbar sind und außerdem häufig bestimmten organisatorischen Einheiten des Betriebs zugeordnet werden können. Gegenüber der geometrischen Klassifizierung stellt sich die geringere Strukturtiefe als Vorteil dar. Auf der anderen Seite können vielen Gegenständen keine eindeutige Funktionen zugewiesen werden, so dass in verschiedenen Funktionsklassen gleichartige Geometrien auftreten und so eine doppelte Klassifizierung auftritt.

Formorientierte (geometrische) Klassifizierung

Das Einteilungskriteriums für diesen Klassifizierungsansatz orientiert sich an der Gestalt und dem Fertigungsverfahren der Objekte. Aufgrund der Vielzahl der Geometrien entsteht ein sehr abstrakter "Formenschlüssel", was zu einer sehr allgemeinen Klassifizierung führt, die dabei über eine hohe Auflösung verfügt. Gerade in Unternehmensbereichen, wie Verkauf, Produktsmanagement, Einkauf oder Angebotswesen, die eher funktionale Betrachtungsweise auf die Objekte haben, erweist sich dieser Ansatz als weniger anwenderfreundlich, wodurch dort eine geringere Akzeptanz erreicht wird.

Fertigungsorientierte Klassifizierung

In diesem Fall werden die Gruppen anhand ihres Fertigungsverfahren eingeteilt. Dieser Ansatz wird hauptsächlich in den der Produktion direkt vorgelagerten Betriebseinheiten verwendet.

ANSI
American National Standards Institute

US-amerikanische Organisation, die Standards entwickelt und veröffentlicht, vergleichbar mit der DIN in Deutschland. Wichtig im Zusammenhang mit Informationstechnik ist der ANSI-Code , der zur Zeichencodierung verwendet wird.

ANX
American Network Exchange

US-Amerikanische hochperformante Netzwerk-Plattform für eine einheitliche Kommunikation von OEMs und Zulieferern der Automobilindustrie (europäischer Pedant ENX, asiatisch-pazifischer JNX).
Infos: http://www.anx.com

Änderungsmanagement

Änderungsmanagement ist die Verwaltung der Abläufe bei Konstruktionsänderungen. Dabei wird verwaltet wer, was, wann, warum geändert hat. Eng verbunden mit dem Änderungsmanagement ist das Freigabemanagement besonders in Bezug auf die Bearbeitung von Freigabe- und Änderungsanträgen.

 

B2B
Business to Business

Bezeichnet die Kommunikation zweier Geschäftspartner über das Internet

Baugruppenmanagement

Das Baugruppenmanagement ist prinzipiell der Produktstrukturbrowser eines EDM/PDM-Systems. Es erstellt und verwaltet Beziehungen zwischen den Elementen einer Baugruppe und stellt diese graphisch dar (z.B. als Baumstruktur). Die Strukturinformationen sind zumeist einer generischen Produktstruktur entnommen, wobei diese grundlegende Informationen über die Zusammengehörigkeit von Teilen, Komponenten, Unterbaugruppen und den Baugruppen selbst enthält. Bei der Verwendung verschiedener CAD-Systeme fällt dem Baugruppenmanagement eine besondere Schlüsselrolle zu.

Begriffe im Änderungswesen

Die  DIN 6789-Teil3 legt im Zusammenhang mit Änderungen folgende Definitionen fest:

Austauschbarkeit

Die Austauschbarkeit ist die Eignung eines Gegenstandes, einen anderen zu ersetzen.

Eingeschränkte Austauschbarkeit

Die eingeschränkte Austauschbarkeit ist die nur bedingte Eignung eines neuen Gegenstandes, einen bisherigen zu ersetzen oder durch einen bisherigen Gegenstand ersetzt werden zu können.

(Bemerkung: Die zusätzlichen Maßnahmen für Anpassen, Umarbeiten usw. zum Erreichen der Austauschbarkeit müssen auf geeignete Weise dokumentiert werden.)

Vollaustauschbarkeit

Die Vollaustauschbarkeit ist die Eignung eines Gegenstandes, einen bisherigen Gegenstand zu ersetzen oder durch diesen ersetzt werden zu können.

Vorwärtsaustauschbarkeit

Die Vorwärtsaustauschbarkeit ist die Eignung eines Gegenstandes, einen bisherigen Gegenstand zu ersetzen, ohne jedoch durch diesen in jedem Fall ersetzt werden zu können.

(Bemerkung: Zum Sicherstellen der Vorwärtsaustauschbarkeit gehört das Beibehalten aller spezifischen Merkmale des bisherigen Gegenstands. Der neue Gegenstand kann darüber hinaus erweitert oder neu hinzugefügte Merkmale ausweisen)

Nichtaustauschbarkeit

Nichtaustauschbarkeit ist gegeben, wenn ein neuer Gegenstand einen bisherigen nicht ersetzen kann.

(Bemerkung: Die fehlende Austauschbarkeit von Neukonstruktionen erfordert unterschiedliche Sachnummern. Auch wenn die fehlende Austauschbarkeit eine Folge einer Änderungsmaßnahme ist, wird der neue Gegenstand wie eine Neukonstruktion (Variante) behandelt.)

Begriffsdefinition in Bezug auf Sachmerkmalleisten (SML) nach DIN 4000
  • Merkmal: Merkmale sind Eigenschaften, die zum Beschreiben und Unterscheiden von Gegenständen dienen
  • Sachmerkmal: Ein Sachmerkmal ist ein Merkmal, das Gegenstände unabhängig vom Umfeld (z.B. Herkunft, Verwendung) beschreibt.
  • Sachmerkmalname: Ein Sachmerkmalname ist die Identifikation eines Einzelmerkmals innerhalb einer Sachmerkmalleiste (z.B. Durchmesser, Länge etc.) DIN 4000 verwendet als Identifikator einen Sachmerkmalkennbuchstaben; dies ist ungeeignet für Geometriemerkmale.
  • Sachmerkmalausprägung: Eine Sachmerkmalausprägung ist je nach Art des Sachmerkmals ein Größenwert oder eine textuelle Information (z.B. eine attributive Angabe). Sachmerkmalausprägungen beschreiben die Eigenschaften von Objekten.
  • Sachmerkmalleiste: Eine Sachmerkmalleiste ist die Zusammenfassung aller relevanten Sachmerkmale einer Gruppe von Objekten/Gegenständen.
  • Gegenstandsgruppe: Eine Gegenstandsgruppe ist eine durch gemeinsame Sachmerkmale bestimmte Gruppe artverwandter Objekte/Gegenstände (z.B.: Wellen, Platten, Spiralbohrer etc.). Eine Gegenstandsgruppe besitz eine Sachmerkmalleiste

 

CAD
Computer Aided Design

Computer Aided Design ist das rechnerunterstützte Konstruieren. CAD wird als Sammelbegriff für 2D und/oder 3D Anwendungen in

  • der technischen Konstruktion
  • der elektrischen und elektronischen Konstruktion
  • dem Anlagenbau und
  • in der Architektur

verwendet.

Mehr zu diesem Thema: CAD-Datenaustausch

Infos: http://www.cad.de

CAD-Datenaustausch

Unternehmen beschränken den Datenaustausch von Produktinformationen häufig auf den Austausch von CAD-Daten. Im Folgenden werden die verschieden Möglichkeiten dieses Austausches skizziert:

  • natives Format: Die Geometrieinformationen werden in diesem Fall in dem Format verteilt, in dem sie das lokal verwendete CAD-System erzeugt. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass eine Vielzahl von Informationen und Abhängigkeiten, die nur im nativen oder ursprünglichen File abgebildet werden, erhalten bleibt. Dieser Austausch wird aber nur ermöglicht, wenn beide Partner mit demselben CAD-System arbeiten.
  • neutrales Datenformat: Eine CAD-System unabhängige Weitergabe der Geometrien wird durch mehrer zu diesem Zweck entwickelte Formate (z.B. VRML für den 3D-CAD-Bereich) ermöglicht. Dabei erzeugt ein Konverter aus dem jeweiligen Format das neutrale Format. Spezielle Viewer helfen bei der Analyse und Betrachtung dieser neutralen Formate. Dies ist grundlegende Voraussetzung für Digital Mockup Anwendungen. Beispielsweise können so Kollisionsbetrachtungen und Strukturanalysen durchgeführt werden. Der Entwicklungsprozess kann aber mit ihnen nicht weitergeführt werden.
  • neutrales Austauschformat: In diesem Fall wird das CAD-Format von einem Ausgangskonverter  am Ursprungssystem in ein Zwischenformat überführt. Nach dem Austausch wandelt der Eingangskonverter des Empfängersystems dieses in dessen CAD-Format um. Für diesen Austausch müssen für die beteiligten CAD-Systeme jeweils ein Konverter zur Erzeugung und zum Lesen des Übergangsformat existieren. Beispiele für bekannte Standards sind IGES, VDAFS oder STEP. Eine vollständige Übergabe der Strukturen und Abhängigkeiten des nativen Formates ist bei keinem bekannten Format möglich.
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