Das Business-Portal zum Thema Engineering Data Management (EDM) / Product Data Management (PDM), Product Lifecycle Management (PLM) und Engineering Knowledge Management
Unternehmen beschränken den Datenaustausch von Produktinformationen häufig auf den Austausch von CAD-Daten. Im Folgenden werden die verschieden Möglichkeiten dieses Austausches skizziert:
natives Format: Die Geometrieinformationen werden in diesem Fall in dem Format verteilt, in dem sie das lokal verwendete CAD-System erzeugt. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass eine Vielzahl von Informationen und Abhängigkeiten, die nur im nativen oder ursprünglichen File abgebildet werden, erhalten bleibt. Dieser Austausch wird aber nur ermöglicht, wenn beide Partner mit demselben CAD-System arbeiten.
neutrales Datenformat: Eine CAD-System unabhängige Weitergabe der Geometrien wird durch mehrer zu diesem Zweck entwickelte Formate (z.B. VRML für den 3D-CAD-Bereich) ermöglicht. Dabei erzeugt ein Konverter aus dem jeweiligen Format das neutrale Format. Spezielle Viewer helfen bei der Analyse und Betrachtung dieser neutralen Formate. Dies ist grundlegende Voraussetzung für Digital Mockup Anwendungen. Beispielsweise können so Kollisionsbetrachtungen und Strukturanalysen durchgeführt werden. Der Entwicklungsprozess kann aber mit ihnen nicht weitergeführt werden.
neutrales Austauschformat: In diesem Fall wird das CAD-Format von einem Ausgangskonverter am Ursprungssystem in ein Zwischenformat überführt. Nach dem Austausch wandelt der Eingangskonverter des Empfängersystems dieses in dessen CAD-Format um. Für diesen Austausch müssen für die beteiligten CAD-Systeme jeweils ein Konverter zur Erzeugung und zum Lesen des Übergangsformat existieren. Beispiele für bekannte Standards sind IGES, VDAFS oder STEP. Eine vollständige Übergabe der Strukturen und Abhängigkeiten des nativen Formates ist bei keinem bekannten Format möglich.