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Baugruppenmanagement

Das Baugruppenmanagement ist prinzipiell der Produktstrukturbrowser eines EDM/PDM-Systems. Es erstellt und verwaltet Beziehungen zwischen den Elementen einer Baugruppe und stellt diese graphisch dar (z.B. als Baumstruktur). Die Strukturinformationen sind zumeist einer generischen Produktstruktur entnommen, wobei diese grundlegende Informationen über die Zusammengehörigkeit von Teilen, Komponenten, Unterbaugruppen und den Baugruppen selbst enthält. Bei der Verwendung verschiedener CAD-Systeme fällt dem Baugruppenmanagement eine besondere Schlüsselrolle zu.

Begriffe im Änderungswesen

Die  DIN 6789-Teil3 legt im Zusammenhang mit Änderungen folgende Definitionen fest:

Austauschbarkeit

Die Austauschbarkeit ist die Eignung eines Gegenstandes, einen anderen zu ersetzen.

Eingeschränkte Austauschbarkeit

Die eingeschränkte Austauschbarkeit ist die nur bedingte Eignung eines neuen Gegenstandes, einen bisherigen zu ersetzen oder durch einen bisherigen Gegenstand ersetzt werden zu können.

(Bemerkung: Die zusätzlichen Maßnahmen für Anpassen, Umarbeiten usw. zum Erreichen der Austauschbarkeit müssen auf geeignete Weise dokumentiert werden.)

Vollaustauschbarkeit

Die Vollaustauschbarkeit ist die Eignung eines Gegenstandes, einen bisherigen Gegenstand zu ersetzen oder durch diesen ersetzt werden zu können.

Vorwärtsaustauschbarkeit

Die Vorwärtsaustauschbarkeit ist die Eignung eines Gegenstandes, einen bisherigen Gegenstand zu ersetzen, ohne jedoch durch diesen in jedem Fall ersetzt werden zu können.

(Bemerkung: Zum Sicherstellen der Vorwärtsaustauschbarkeit gehört das Beibehalten aller spezifischen Merkmale des bisherigen Gegenstands. Der neue Gegenstand kann darüber hinaus erweitert oder neu hinzugefügte Merkmale ausweisen)

Nichtaustauschbarkeit

Nichtaustauschbarkeit ist gegeben, wenn ein neuer Gegenstand einen bisherigen nicht ersetzen kann.

(Bemerkung: Die fehlende Austauschbarkeit von Neukonstruktionen erfordert unterschiedliche Sachnummern. Auch wenn die fehlende Austauschbarkeit eine Folge einer Änderungsmaßnahme ist, wird der neue Gegenstand wie eine Neukonstruktion (Variante) behandelt.)

Begriffsdefinition in Bezug auf Sachmerkmalleisten (SML) nach DIN 4000
  • Merkmal: Merkmale sind Eigenschaften, die zum Beschreiben und Unterscheiden von Gegenständen dienen
  • Sachmerkmal: Ein Sachmerkmal ist ein Merkmal, das Gegenstände unabhängig vom Umfeld (z.B. Herkunft, Verwendung) beschreibt.
  • Sachmerkmalname: Ein Sachmerkmalname ist die Identifikation eines Einzelmerkmals innerhalb einer Sachmerkmalleiste (z.B. Durchmesser, Länge etc.) DIN 4000 verwendet als Identifikator einen Sachmerkmalkennbuchstaben; dies ist ungeeignet für Geometriemerkmale.
  • Sachmerkmalausprägung: Eine Sachmerkmalausprägung ist je nach Art des Sachmerkmals ein Größenwert oder eine textuelle Information (z.B. eine attributive Angabe). Sachmerkmalausprägungen beschreiben die Eigenschaften von Objekten.
  • Sachmerkmalleiste: Eine Sachmerkmalleiste ist die Zusammenfassung aller relevanten Sachmerkmale einer Gruppe von Objekten/Gegenständen.
  • Gegenstandsgruppe: Eine Gegenstandsgruppe ist eine durch gemeinsame Sachmerkmale bestimmte Gruppe artverwandter Objekte/Gegenstände (z.B.: Wellen, Platten, Spiralbohrer etc.). Eine Gegenstandsgruppe besitz eine Sachmerkmalleiste

 

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