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CAD
Computer Aided Design

Computer Aided Design ist das rechnerunterstützte Konstruieren. CAD wird als Sammelbegriff für 2D und/oder 3D Anwendungen in

  • der technischen Konstruktion
  • der elektrischen und elektronischen Konstruktion
  • dem Anlagenbau und
  • in der Architektur

verwendet.

Mehr zu diesem Thema: CAD-Datenaustausch

Infos: http://www.cad.de

CAD-Datenaustausch

Unternehmen beschränken den Datenaustausch von Produktinformationen häufig auf den Austausch von CAD-Daten. Im Folgenden werden die verschieden Möglichkeiten dieses Austausches skizziert:

  • natives Format: Die Geometrieinformationen werden in diesem Fall in dem Format verteilt, in dem sie das lokal verwendete CAD-System erzeugt. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass eine Vielzahl von Informationen und Abhängigkeiten, die nur im nativen oder ursprünglichen File abgebildet werden, erhalten bleibt. Dieser Austausch wird aber nur ermöglicht, wenn beide Partner mit demselben CAD-System arbeiten.
  • neutrales Datenformat: Eine CAD-System unabhängige Weitergabe der Geometrien wird durch mehrer zu diesem Zweck entwickelte Formate (z.B. VRML für den 3D-CAD-Bereich) ermöglicht. Dabei erzeugt ein Konverter aus dem jeweiligen Format das neutrale Format. Spezielle Viewer helfen bei der Analyse und Betrachtung dieser neutralen Formate. Dies ist grundlegende Voraussetzung für Digital Mockup Anwendungen. Beispielsweise können so Kollisionsbetrachtungen und Strukturanalysen durchgeführt werden. Der Entwicklungsprozess kann aber mit ihnen nicht weitergeführt werden.
  • neutrales Austauschformat: In diesem Fall wird das CAD-Format von einem Ausgangskonverter  am Ursprungssystem in ein Zwischenformat überführt. Nach dem Austausch wandelt der Eingangskonverter des Empfängersystems dieses in dessen CAD-Format um. Für diesen Austausch müssen für die beteiligten CAD-Systeme jeweils ein Konverter zur Erzeugung und zum Lesen des Übergangsformat existieren. Beispiele für bekannte Standards sind IGES, VDAFS oder STEP. Eine vollständige Übergabe der Strukturen und Abhängigkeiten des nativen Formates ist bei keinem bekannten Format möglich.
CAE
Computer Aided Engineering

Unter dem Begriff CAE werden alle Berechnungen zusammengefasst. Hier zu gehören beispielsweise Festigkeitsberechnungen, Wärmeleitung, Fluidmechanik, Akustik sowie Analysen und Simulationen z.B. Bewegung, Einbau, Fahrtechnik, Fertigungs- und Montagesimulation. Unter einer erweiterten Definition von CAE fasst man auch Virtual Reality (VR) Systeme. Mit dem Einsatz von CAE-Systemen wird das Ziel verfolgt, auf der Grundlage einer vollständigen geometrischen und/oder logischen Produktbeschreibung eine Analyse oder Simulation des Bauteilverhaltens abzuleiten. Dadurch wird der Einsatz von Muster oder Prototypen erst auf eine spätere Produktdefinitionsphase verschoben und dessen Umfang verringert.

CAQ
Computer Aided Quality Assurance

Der Begriff Computer-Aided Quality Assurance beinhaltet alle Planungen und Aktivitäten zur computerunterstützten Qualitätssicherung (QS) in einem Unternehmen. Entsprechend der Begriffsbestimmung nach Din 55350 werden die Maßnahmen zur QS bei der praktischen Durchführung in die Bereiche Qualitätsplanung, Qualitätslenkung und Qualitätsprüfung gegliedert. Die Thematik der Qualitätssicherung wird in allen Phasen der Produktentwicklung verfolgt, so dass man in der Praxis nicht das CAQ-System findet, sondern wenn überhaupt eine integrierte CAQ-Lösung.

CE
Concurrent Engineering

Die Begriffe Concurrent und Simultaneous Engineering werden in den meisten Fällen synonym verwendet. Hier eine der gebräuchlichsten Definitionen nach Pennel und Winner:

„Concurrent Engineering is a systematic approach to the integrated, concurrent design of products and their related processes, including manufacture and support. This approach is intended to cause the developers, from the outset, to consider all elements of the product life cycle from conception through disposal, including quality, cost, schedule, and user requirements.“

(Pennel, J.P ; Winner, R.I: Concurrent Engineering: Practices & Prospects. Institute for Defense Analyses. IEEE Global Telecommunications Conference and Exhibition Part 1. 27-30 Nov 1989, S. 647-655.)

Check-In

Beschreibung eines Prozesses bei dem ein Dokument in ein PDM-System mit den notwendigen Metadaten abgelegt wird. Man kann zwei unterschiedliche Szenarien unterscheiden:

1. Check-In als neues Dokument

2. Check-In als geändertes Dokument (neue Version) nach einem vorherigen => Check-Out

Check-Out

Beschreibung eines Prozesses bei dem ein bereits existierendes Dokument durch einen Anwender aus dem PDM-System als Kopie für einen Änderungsvorgang angefordert wird. Dabei wird typischerweise eine Sperre für die Bearbeitung durch weitere Benutzer gesetzt. und diesen lediglich ein Lesen erlaubt. Die gesetzte Bearbeitungssperre kann nur über einen => Check-In oder Abbruch der Bearbeitung (Cancel Check-Out) wieder aufgehoben werden.

Customizing

Das Customizing umfasst alle Anpassungen, die eine weitergehende Änderung am Datenmodell oder der funktionalen Basis benötigen und für die keine Optionen im Rahmen des Tailorings vorgesehen sind.

Nicht vorhersehbare Änderungen am System werden beim Customizing vorgenommen. Um dies zu ermöglichen, werden an das System besondere systemtechnische Anforderungen gestellt. Aus diesem Grund dürfen wichtige Ressourcen des Systems nicht im Programmcode abgelegt werden, da diese ohne eine Änderung des Codes nicht modifiziert werden können. Daher werden die Definitionsdaten eines PDM-Systems im Repository gespeichert. Das Verhalten und Erscheinungsbild des Systems kann somit durch die Bearbeitung dieses Repositories fast uneingeschränkt angepasst werden. Spezielle grafische Werkzeuge unterstützen dies insbesondere bei der Anpassung der Oberflächen.

Allerdings sind dieser sehr weitgehenden Flexibilität des Customizing auch Grenzen gesetzt:

  • Das Risiko, ein fehlerhaftes System zu erzeugen, ist groß, da sowohl Schema als auch Funktionen beim Customizing geändert werden können. Aus diesem Grund sollte diese Arbeit nur von gut geschultem Personal bei vorausgehender guter Planung durchgeführt werden.
  • Je weiter das System durch das Customizing vom Originalsystem entfernt ist, desto größer wird der Aufwand bei später notwendig werdenden Upgrades. Unbedachte Eingriffe führen leicht dazu, dass die Änderungen nicht auf die Folgeversion übernommen werden können, ohne den Aufwand nochmals zu tragen.

 

 

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