Auch Kernprogramm, ist der Teil eines Betriebssystems oder komplexen Programms, der sich zur Laufzeit immer im Arbeitsspeicher befinden muss. Er erledigt die Hauptaufgaben und lädt bei Bedarf externe Routinen nach, die für spezielle Aufgaben benötigt werden. So wird der Arbeitsspeicher so wenig wie möglich belastet, jedoch verringert sich bei häufigem Nachladen die Ausführungsgeschwindigkeit, da sich die Zugriffszeit verlängert.
Zu den Kernfunktionen eines PDM-Systems gehört es, das Wissen eines Unternehmens für dessen Anwender unternehmensweit transparent zu machen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Teileverwaltung, für die flexible Klassifikationsfunktionen bereitgestellt werden müssen. Die Aufgaben eines Ordnungssystem, schnellen und einfachen Zugriff auf Formelemente, Norm- und Kaufteile sowie Teile und Baugruppen zu gewährleisten, erfüllt ein Klassifizierungssystem.
Betriebliche Gegenstände werden von einem Klassifizierungssystem produktneutral anhand ihrer Eigenschaftswerte beschrieben. Innerhalb dieser Struktur werden Objekte, ohne den Bezug auf einen bestimmten Auftrag zu besitzen, im Sinne eines Musters bereitgestellt. Der Konstrukteur kann demnach mit Hilfe des Klassifizierungssystems durch Wiederfinden und Neukombinieren oder Anpassen darin enthaltener Musterlösungen neue Lösungen ableiten.
Im Allgemein ist die Klassifizierung von betrieblichen Objekten wünschenswert. Doch dabei gilt es zu beachten, dass mit der Anzahl zu klassifizierender Gegenstände und Gegenstandsgruppen der Aufwand zur Erfassung, Klassifizierung, Wertecodierung und Pflege stark ansteigt und damit nicht mehr in Relation zum Nutzen steht.
Nach einer Entscheidung für eine zu klassifizierende Menge beginnt mit Hilfe verschiedener Ansätze der Klassifizierung die eigentliche Gruppen- bzw. Teilfamilienbildung.
Zur Klassifizierung von Gegenständen werden diese anhand vorgegebener Merkmale in bestimmte Klassen, Familien oder Gruppen eingeordnet. Dieselbe Klassifizierung bedeutet für Objekte nur die Gleichheit in Bezug auf die ausgewählte, beschriebene Eigenschaft.
Die nachfolgenden Regeln sind beim Aufbau einer Klassifizierungsnummer zu beachten:
Die Beschreibung eines Produktes zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. in einem Auslieferungsstatus wird Konfiguration genannt. Dabei ist es erforderlich, dass sie alle zur Fertigung, Montage, Qualitätskontrolle und Instandhaltung benötigten Unterlagen enthält. Zu diesen gehören beispielsweise die Produktstruktur, inklusive eventuell benötigter Softwarekomponenten, in Form von Stücklisten sowie alle notwendigen Dokumente, zum Beispiel textuelle Beschreibungen, CAD- oder manuelle Zeichnungen CAD-Modelle, Berechnungsergebnisse, NC-Programme und DTP-Dokumente.
Siehe: Konfigurationsmanagement, Konfigurationsmodell
Zur Ermittelung des für die Norm Erforderlichen sind die funktionalen und physikalischen Eigenschaften zu identifizieren und zu dokumentieren.
Wesentliche Merkmale des zu produzierenden Produktes werden als so genannte Konfigurationseinheiten dargestellt. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Configuration Items CIs, die wie folgt unterteilt werden:
Zur Unterstützung der Identifizierung wird zu dem noch die so genannte Configuration Baseline herangezogen. Mit ihr lässt sich generell ein "eingefrorener" Produktbeschreibungszustand bei einem internen bzw. externen Übergang beschreiben. Als Beispiele seien hier die Functional Baseline (FBL) zwischen den Phasen Machbarkeit und Produktdefinition, die Design Baseline (DBL) von der Produktdefinition zur Entwicklung sowie die formal wichtigste Product Baseline (PBL) am Anfang der Produktion. Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang das interne und/oder externe Configuration Controll Boards (CCB), das für die Überprüfung und Genehmigung der Änderung der Configuration Baselines verantwortlich ist.
Siehe: Konfigurationsmanagement, Konfigurationsmodell
Mit Hilfe der Konfigurationssteuerung werden die Änderungen der in einer Baseline festgelegten Produktkonfigurationen kontrolliert und gesteuert.
Beim Übergang von unformeller zur internen formellen Entwicklungsphase in der Produktentstehung wird das Configuration Control Boards (CCB) gebildet. Die Mitglieder des Boards setzen sich aus Mitarbeitern der Entwicklung, Fertigung/Montage, Arbeitsvorbereitung, Qualitätswesen, Wartung, Instandhaltung und Konfigurationsmanagements zusammen. In der Verantwortung des CCB liegt die Überprüfung, Genehmigung und Fortschrittskontrolle der Änderungen. In manchen Fällen wird der Kunde in diesen Prozess mit einbezogen. Der für eine Änderung notwendige formale Ablauf besteht aus folgenden Schritten:
Siehe: Konfigurationsmanagement, Konfigurationsmodell
Einträge 1 bis 6 von 6