Dei Zusammenstellung und Anordnung der für eine Gegenstandsgruppe relevanten Sachmerkmale wird Sachmerkmalleiste genannt. Die Definition erfolgt nach der DIN 4000, unter Begriffserklärungen finden sich diesbezüglich weitere Definitionen.
Die Basis einer Sachmerkmalleiste bildet die Einteilung von Teilen in Gruppen, so dass zwischen deren Mitgliedern Ähnlichkeitsbeziehungen entstehen. Ein Klassifizierungssystem erfasst und vergleicht die signifikanten Merkmale von Objekten. Nach den Normen DIN 4000 und DIN 4001 hat sich das System der Sachmerkmale durchgesetzt. Dessen Vorteile werden im Folgenden dargestellt:
Charakteristisch für die Anwendung der Sachmerkmalleisten in der Konstruktion ist die Beschreibung der Teilgruppen aufgrund:
In einem Unternehmen muss jedes technisches Objekt über eine Nummer identifizierbar und kann klassifiziert sein. Im Umfeld von PDM -Systemen spielen Sachnummern eine besondere Rolle. Für Sachnummer sind auch die Begriffe Identifizierungs- (Ident-), Teile-, Material- bzw. Artikelnummer gebräuchlich.
In PDM- und ERP-Systemen nimmt die Sachnummer eine zentrale Position ein. Mit ihrer Hilfe werden die Stammdaten, d.h. alle zentral zu einem Artikel gehörenden technischen und dispositiven Daten, die das System permanent speichert, verwaltet. Dabei sollte sie als Minimalforderung Produkte, Baugruppen und Einzelteile verwalten. In einem vollständig integrierten System übernimmt die Sachnummer auch die Verwaltung von Rohmaterialien und Halbzeugen, Maschinen und Anlagen, Vorrichtungen und Werkzeugen sowie Hilfs- und Betriebstoffen.
In Verbindung mit den allgemeinen Anforderungen an ein Nummernsystem entstehen aus verschiedenen Anwendungsbereichen differenzierte Anforderungen an die Sachnummer. Als optimale und IT-gerechte Lösung ist nur das Parallelnummernsystem zu betrachten. Je nach betriebsinterner Situation können die einzelnen Klassifikationsgruppen bzw. Zählnummergruppen in ihrer Stellenanzahl schwanken.
Schnittstellen liefern die Grundlage für die Anbindung der unternehmensweiten DV-Landschaft. EDM/PDM-Systeme besitzen im Normalfall Standard-Schnittstellen zu den gängigsten CAD-Systemen. Auch Anbindungen zu SAP oder ECAD-Systemen werden angeboten. Zusätzlich sind oftmals Schnittstellen über Drittanbieter erhältlich. Im Rahmen einer Systemeinführung können weitere individuelle Schnittstellen implementiert werden.
Die Serialisierung von Bauteilen und -gruppen ermöglicht erst eine vollständige Überwachung aller Phasen des Lebenszyklus. Mit dem Änderungsindex gelingt dies nur bedingt und gerade die Verwaltung und Kontrolle von Änderungen in der Betriebsphase ist nur unzureichend möglich. Das Instrument der Serialisierung wird immer bei hohem Betriebs- oder Produkthaftungsrisiko sowie bei der Notwendigkeit zur Verfolgung von Wartungsmaßnahmen eingesetzt. In einer frühen Entwicklungsphase müssen bereits die zu serialisierenden Teile und Baugruppen, eventuell vom Kunden oder Betreiber, festgelegt werden. Die Serialisierung erfordert einen hohen Kostenaufwand, so dass zwischen Verfolgbarkeit und Kosten sorgfältig abzuwägen ist. Neben der Sachnummer wird die Seriennummer auf der obersten Produktebene bzw. die Serialnummer auf der Baugruppen- und Teileebene als eine zweite identifizierende Nummer eingesetzt, wobei diese aber im Gegensatz zur Sachnummer jede einzelne Ausprägung einer Menge der Teile und Baugruppen mit identischer Sachnummer eindeutig beschreibt. Vielfach wird von der Norm (z.B. MIL-STD 130) bzw. vertraglich vom Kunden die Markierung der Teile und Baugruppen mit Sach- bzw. Serialnummern und weiteren vertraglich festgelegten Markierungen verlangt.
SGML beschreibt ein Verfahren für den Aufbau von plattform- und anwendungsunabhängigen Dokumenten. Auf diese Weise lassen sich mit Tags (Marken) Dokumente und Dokumentenstrukturen. Von der International Standard Organization (ISO) als ISO/IEC 8879-Standard veröffentlicht, stellt SGML eine hersteller-unabhängige Beschreibungssprache für beliebig komplexe Dokumente dar.
HTML und XML sind Dokumentenbeschreibungssprachen, die den SGML-Spezifikationen entsprechen.
Der Begriff Simultaneous Engineering (SE) beschreibt eine Strategie, durch Parallelisierung der einzelnen Phasen der Produktentwicklung die Entwicklungszeit eines Produktes drastisch zu reduzieren.
Dies setzt voraus, dass Entwicklung , Konstruktion, Fertigung, Montage, Vertrieb, Marketing u.a. bei Produktinnovationen gleichzeitig am Entwicklungsprozess beteiligt werden.
Mitarbeiter aus allen Abteilungen bilden interdisziplinäre Teams mit dem Ziel, die vielfältigen und oft komplexen Abhängigkeiten bei der Entwicklung neuer Produkte frühzeitig zu erkennen und in die Strategie einzubeziehen. SE stellt konzeptionell eine ganzheitliche Vorgehensweise dar, die ein funktionieren Projektmanagement voraussetzt. Alle Phasen des Entwicklungsprozesses von der Produktidee bis zur Produktbetreuung werden durch das interdisziplinäre Projekt begleitet. Häufig werden die am späteren Fertigungs- und Distributionsprozess beteiligten externen Zulieferer auch mit einbezogen.
(Quelle: Liessmann, K.: Gabler Lexikon Controlling und Kostenrechnung, Betriebwirtschaftlicher Verlag Gabler, 1997)
Synonym zum Begriff Simultaneous Engineering wird auch häufig Concurrent Engineering verwendet.
Die Kerninformationen eines Artikels sind innerhalb eines PDM-Systems im Stammsatz enthalten. Zu diesen Kerndaten gehören alle Informationen,
Anhand der Produktstruktur entsteht die Stückliste, in dem man diese "von oben nach unten", d.h. vom Produkt bis zu den Einzelteilen und ihren Ausgangsmaterialien abwärts, durchläuft. Aus der Antwort auf die umgekehrte Frage, in welchem Erzeugniss ein bestimmtes Teil oder Baugruppe vorhanden ist, erhält man den Verwendungsnachweis.
Im englischsprachigen Raum entspricht die Stückliste der Bill of Material (BOM).
Mehr Infos: Stücklistenformen
Die Mengenstückliste ist eine unstrukturierte Darstellungsform, die nur die Mengen untergeordneter Elemente auflistet. In ihr werden alle Teile mit ihren Gesamtmengen dargestellt, die in das betrachtete Objekt eingehen.
Die Baukastenstückliste zeigt nur die direkt untergeordneten Elemente mit ihren Mengen. Dies bedeutet, dass die untergeordneten Baugruppen einer Baukastenstückliste für ein Produkt wieder in mehrere Stücklisten zerfallen können, wenn das Endprodukt in mehreren Produktionsstufen gefertigt wird.
Eine Strukturstückliste vereinigt die beiden anderen Stücklistenformen. Hier sind sowohl die Mengen aller Komponenten eines Produkts sichtbar als auch die gesamte hierarchische Struktur der Komponenten über alle Ebenen.
Die zweistufige Baukastenstückliste ist die Basisstückliste für IT-Anwendungen. Sie enthält immer die Knoten der Produktstruktur mit den Komponenten der hierarchisch niedrigeren Strukturebene. Aus diesem Grundkonstrukt lassen sich alle anderen Stücklistenformen ableiten.
Mehr Infos: Stücklisten
Die internationale Norm STEP definiert die einheitliche Beschreibung und den Austausch von Produktmodelldaten. STEP steht für die ISO-Normenreihe 10303 "Product Data Representation and Exchange" und bildet damit die wesentliche Grundlage der Produktdatentechnologie.