Varianten sind zeitlich parallel existierende, vergleichbare Ausprägungen ein und desselben Erzeugnisses bzw. Ergebnisses und damit potentiell gegeneinander austauschbar. Die Verwendung der Alternativen hängt vom konkreten Anwendungsfall ab.
Die Methode des Variantenmanagements stellt einen Aspekt des Konfigurationsmanagements dar. Das Variantenmanagement ermöglicht auf der einen Seite den Aufbau einer auftragsneutralen variablen Produktstruktur und auf der anderen Seite können daraus die Konfiguration kundenbezogener Produktstrukturen gewonnen werden. Ferner bietet es Funktionen, mit denen verschiedene Sichten auf eine Produktstruktur (Konstruktion, Fertigung, Montage etc.) modelliert werden können. Die Anwendung setzt das Produktstrukturmanagement voraus.
mehr Infos: Variantenverwaltung, Variante
Varianten können auf drei verschiedene Arten verwaltet werden, wobei jede Variantenausprägung ihre eigene Sachnummer erhält:
Mehr Infos: Produktvarianten, Stücklisten, Variantenstückliste
Die Bereiche der Systemverwaltung, die der Ablage von Files der PDM-Fileverwaltung dienen, werden Sicherheitsbereich oder Vaults genannt. In dem Vault (Datenbank) und Vault-Location (File-System) werden Geschäfts- und Datenobjekte werden , die nicht mehr im Besitz eines Anwenders sind und etwa für die Langzeitarchivierung vorgesehen sind. Ein Vault kann eine physische Datenbank auf einem Server einschließen oder eine auf mehrere Maschinen verteilte logische Datenbank umfassen.
In PDM-Systemen wird mit dem Konzept der Vaults ein flexibles und sicheres Instrument für das Daten- und Dokumentenmanagement bereitgestellt. Die zur Verfügung stehenden privaten und öffentlichen Vaults unterscheiden sich nur in den Zugriffsrechten der PDM-Anwender. Der Besitzer eines privaten Vaults besitzt in der Regel darauf alleiniges Zugriffsrecht, wohingegen für öffentliche Vaults den verschiedenen Anwendern, Gruppen oder Rollen unterschiedliche Nutzerrechte zu gewiesen werden. Mit dem Besitz eines Vaults ist man auch Eigentümer der darin enthaltenen Dateien. Durch Verschieben von Objekten von Vault zu Vault können somit auch die Eigentumsrechte zu anderen PDM-Anwender übertragen werden. Da Objekte sowohl einzeln als auch in Gruppen transferiert werden können, können mit einer Aktion die Rechte für verknüpfte Objekte verlagert werden.
Dieses Konzept ist die Grundlage für die prozessorientierte Teamarbeit, bei der so die Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort gelangen.
(siehe: Workflowmanagement)
VDAFS ist die Bezeichnung nach der DIN 66301 für den CAD-Datenaustausch und eignet sich für den Austausch von Flächenmodellen.
Versionen sind zeitlich nacheinander entstehende, vergleichbare Arbeitsergebnisse bzw. Entwicklungsstufen einer Aufgabe oder eines Erzeugnisses. Eine neuere Version ersetzt meistens eine ältere Version, geht durch Veränderung oder Weiterentwicklung aus dieser hervor und stellt in der Regel eine Verbesserung dar.
Das Versionsmanagement dient der Kontrolle und Verfolgung der Entstehungsgeschichte von Teilen und Baugruppen, die als Datensätze in einer Datenbank abgelegt sind. Hierzu gehört auch die Kenntnis des Systems über die Beziehungen zwischen den Versionsständen und aller zugehörigen Regeln zur Durchführung von Änderungen. Im Zuge der Produkthaftung ist zu überlegen, ob vollständig (alle Versionen) oder inkrementell (nur Änderungen) verwaltet werden soll.
Das Virtuelle Produkt (VP) versteht sich als eine zentrale Datenhaltung aller aktuellen Produktdaten und stellt einen virtuellen Komponentenzusammenbau im Maßstab 1:1 dar. Es dient als Datenpool für alle Bereiche des Produktlebenszyklus, wie Konstruktion, Simulation, Analyse und Fertigungsplanung, aber auch Nutzung, Wartung und Recycling.
Definition nach J. Ovtcharova, Institut für Rechneranwendung in Planung und Konstruktion (RPK) Universität Karlsruhe (TU)
Siehe: www-rpk.mach.uni-karlsruhe.de
Ursprünglich: "Virtual Reality Markup Language", VRML ist Sprachstandard (Makrosprache) zur Darstellung interaktiver 3D-Web-Grafiken in einem Browser. Mit einem speziellen VRML- Plugin können sich Anwender in einer 3D-Welt "bewegen" und dort mit virtuellen Objekten interagieren. Zur Erstellung von VRML-Dateien können unter anderem auch CAD-Programme verwendet werden.
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