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Engineering Data Management (EDM) / Product Data Management (PDM),
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Freigabearten

Die Freigabearten bzw. Freigabephasen unterscheiden sich je nach Komplexität des betrieblichen Ablaufs. Beispielhaft sollen hier die Freigabephasen dargestellt werden, wie sie bei komplexen Produkten, z.B. in der Automobilindustrie existieren:

Konstruktionsfreigabe

Die Begriffe Entwicklungs- oder Erzeugnisfreigabe  werden hierfür Synonym verwendet. Zur Einschränkung des Risikos bei der Freigabe eines neuen Erzeugnisses sind folgende Kriterien einzuhalten:

  • Entwicklung und Erprobung sind im wesentlichen abgeschlossen;
  • Funktion und Qualität sind gesichert sowie
  • Stückzahlen, Entwurfs-, Werkzeug-, Vorrichtungs- und Anlagenkosten sowie die geschätzten Werksselbstkosten sind hinreichend genau bekannt, um den Ertrag zu bestimmen.

Mit der Konstruktionsfreigabe werden die produktspezifischen Dokumente von der Entwicklung/Konstruktion der Fertigungsplanunge übergeben. Hieraus ergeben sich folgende Konsequenzen für die Verwaltung innerhalb des PDM-Systems:

  • Übergabe der Stamm- und Strukturdaten an das ERP-System,
  • Vergabe einer Sachnummer (wenn nicht bereits belegt)
  • Zustandsänderung des Konstruktionsstammsatzes von "aktiv" auf "passiv". Damit wird die Kontrolle über den Stammsatz vom PDM-System auf das ERP-System übergeben.

Fertigungsfreigabebe (Nullserienfreigabe)

Mit der Fertigungsfreigabe wird die erzeugnisspezifische Fertigungs- und Montageplanung sowie aller zum Fertigungs- und Montageprozess benötigten Hilfs- und Betriebsmittel bereitgestellt. Zunächst gilt die Freigabe im allgemeinen nur für die Nullserie (begrenzte Freigabe). Erfüllt die Nullserie insbesondere die kosten- und qualitätsseitigen Bedingungen, so erfolgt die

Serienfreigabe

Bei Großserienfertgigern bedeutet dies die endgültige Freigabe zur Serienproduktion. Produzenten von Unikaten oder Kleinserien können auf eine Unterscheidung zwischen Fertigungs- und Serienfreigabe verzichten.

Einzelfreigabe

Eine Einzelfreigabe gilt für ein einzelnes, vollständig zu lieferndes Erzeugnis. Im Allgemeinen fallen unter Erzeugnisse Teile, Baugruppen, beispielweise bei der Lieferung eines Ersatzteils, oder vollständige Produkte. Entscheidend ist in diesem Fall einzig und allein der Tatbestand der Auslieferung des Erzeugnisses.

Sammelfreigabe

Sammelfreigaben beinhalteten eine Erzeugnisgruppe, d.h. Baureihen oder Varianten, z.B. länderspezifische Ausführungen.

Vorfreigabe

Zur Einhaltung von Lieferterminen bzw. zur Verkürzung der Produktanlaufzeiten werden Vorfreigaben ausgestellt. So kann man mit der Fertigung von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen vor Abschluss der endgültigen Freigabe beginnen. Dies spielt gerade im Zusammenhang mit Concurrent und Simultaneous Engineering eine große Rolle.

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