Die Freigabearten bzw. Freigabephasen unterscheiden sich je nach Komplexität des betrieblichen Ablaufs. Beispielhaft sollen hier die Freigabephasen dargestellt werden, wie sie bei komplexen Produkten, z.B. in der Automobilindustrie existieren:
Die Begriffe Entwicklungs- oder Erzeugnisfreigabe werden hierfür Synonym verwendet. Zur Einschränkung des Risikos bei der Freigabe eines neuen Erzeugnisses sind folgende Kriterien einzuhalten:
Mit der Konstruktionsfreigabe werden die produktspezifischen Dokumente von der Entwicklung/Konstruktion der Fertigungsplanunge übergeben. Hieraus ergeben sich folgende Konsequenzen für die Verwaltung innerhalb des PDM-Systems:
Mit der Fertigungsfreigabe wird die erzeugnisspezifische Fertigungs- und Montageplanung sowie aller zum Fertigungs- und Montageprozess benötigten Hilfs- und Betriebsmittel bereitgestellt. Zunächst gilt die Freigabe im allgemeinen nur für die Nullserie (begrenzte Freigabe). Erfüllt die Nullserie insbesondere die kosten- und qualitätsseitigen Bedingungen, so erfolgt die
Bei Großserienfertgigern bedeutet dies die endgültige Freigabe zur Serienproduktion. Produzenten von Unikaten oder Kleinserien können auf eine Unterscheidung zwischen Fertigungs- und Serienfreigabe verzichten.
Eine Einzelfreigabe gilt für ein einzelnes, vollständig zu lieferndes Erzeugnis. Im Allgemeinen fallen unter Erzeugnisse Teile, Baugruppen, beispielweise bei der Lieferung eines Ersatzteils, oder vollständige Produkte. Entscheidend ist in diesem Fall einzig und allein der Tatbestand der Auslieferung des Erzeugnisses.
Sammelfreigaben beinhalteten eine Erzeugnisgruppe, d.h. Baureihen oder Varianten, z.B. länderspezifische Ausführungen.
Zur Einhaltung von Lieferterminen bzw. zur Verkürzung der Produktanlaufzeiten werden Vorfreigaben ausgestellt. So kann man mit der Fertigung von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen vor Abschluss der endgültigen Freigabe beginnen. Dies spielt gerade im Zusammenhang mit Concurrent und Simultaneous Engineering eine große Rolle.
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