Integrierte virtuelle Produktentwicklung, Leitprojekt des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Die durchgehende Digitalisierung des Produktentstehungsprozesses wird als der Schlüssel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit angesehen. Einen neuen Ansatz auf diesem Weg stellt die Virtuelle Produktentstehung dar. Virtuell bezeichnet hierbei die über alle Phasen durchgängig digitale Produktentstehung mittels dreidimensionaler Modelle über Unternehmensgrenzen und -standorte hinweg. Grundlage der Virtuellen Produktentstehung bilden innovative Technologien wie Digital Mockup (DMU), Virtual Reality (VR), Multimedia, Werkzeuge für die frühen Produktentwicklungsphasen sowie zukunftsorientierte Organisations-, Kommunikations- und Informationssysteme, die über eine einheitliche Benutzungsschnittstelle integriert werden.
Eine Umsetzung dieser Konzepte erfolgt in dem vom BMBF geförderten Leitprojekt "Innovative Technologien und Systeme für die Virtuelle Produktentstehung" (iViP). Ziel des am 1. Juli 1998 gestarteten Leitprojektes iViP, dessen Projektmanagement sich aus dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK-Berlin (Projektkoordination), der Volkswagen AG (industrieller Konsortialführer) und Siemens Business Services (SBS) zusammensetzt, ist die Entwicklung und industrielle Einführung von Hightech Softwareprodukten für die vollständige Virtuelle Produktentstehung auf der Basis virtueller Produkte und durchgängiger, integrierter Prozesse. Damit realisiert dieses Leitprojekt in bisher nicht gekanntem Ausmaß die informationstechnische Durchgängigkeit und branchenübergreifende Vernetzung aller Einzelaufgaben zu integrierten Prozessflüssen und erzielt dadurch eine spürbare Reduktion von Iterationsschritten und eine signifikante Verkürzung des ´Time-to-Market´.
Im Mittelpunkt der Entwicklung steht der ´Digitale Master´, der als verbindlicher Informationsträger sämtliche für die Produktentstehung und alle Folgephasen relevanten Daten eines Produktes enthalten soll. Die dem Projekt zugrunde liegende iViP-Architektur sieht die Schaffung einer offenen Integrationsplattform vor, die auch die Einbindung bestehender heterogener Systemwelten unterstützt. Ein weiteres Konzept dieser Architektur wird dem Benutzer einen vereinheitlichten Zugang zu unterschiedlichsten Werkzeugen über die Bereitstellung eines einheitlichen Clients für die gesamte Produktentstehung ermöglichen.
Infos unter: http://www.ivip.de
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