Die Serialisierung von Bauteilen und -gruppen ermöglicht erst eine vollständige Überwachung aller Phasen des Lebenszyklus. Mit dem Änderungsindex gelingt dies nur bedingt und gerade die Verwaltung und Kontrolle von Änderungen in der Betriebsphase ist nur unzureichend möglich. Das Instrument der Serialisierung wird immer bei hohem Betriebs- oder Produkthaftungsrisiko sowie bei der Notwendigkeit zur Verfolgung von Wartungsmaßnahmen eingesetzt. In einer frühen Entwicklungsphase müssen bereits die zu serialisierenden Teile und Baugruppen, eventuell vom Kunden oder Betreiber, festgelegt werden. Die Serialisierung erfordert einen hohen Kostenaufwand, so dass zwischen Verfolgbarkeit und Kosten sorgfältig abzuwägen ist. Neben der Sachnummer wird die Seriennummer auf der obersten Produktebene bzw. die Serialnummer auf der Baugruppen- und Teileebene als eine zweite identifizierende Nummer eingesetzt, wobei diese aber im Gegensatz zur Sachnummer jede einzelne Ausprägung einer Menge der Teile und Baugruppen mit identischer Sachnummer eindeutig beschreibt. Vielfach wird von der Norm (z.B. MIL-STD 130) bzw. vertraglich vom Kunden die Markierung der Teile und Baugruppen mit Sach- bzw. Serialnummern und weiteren vertraglich festgelegten Markierungen verlangt.
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