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Tailoring

Wenn die Möglichkeit besteht, das Verhalten bzw. das Erscheinungsbild der Applikation durch die Auswahl von festen Einstellungsvarianten oder in einem Einstellungsmenü angebotenen Optionen anzupassen, so spricht man vom Tailoring. In etwa entspricht dies den Möglichkeiten, die in einer Office-Applikation über die Menüpunkte "Extra => Optionen" angeboten werden. Der Administrator nimmt beim Tailoring keinerlei Eingriffe in das Datenschema oder die Menge der verfügbaren Funktionen vor. Damit ermöglicht das Tailoring eine schnelle Anpassung des Systems, wobei die Einstellungen sehr sicher gegen Fehlbedienungen sind. Dieses Vorgehen unterliegt aber auch den folgenden Nachteilen und Beschränkungen:

  • hoher Aufwand durch den Entwickler,
  • Beschränktheit der vorherzusehenden Anforderungen an die Anpassung des Systems und
  • die Notwendigkeit, Ressourcen für die evtl. maximale Ausnutzung der Möglichkeiten vorzusehen.

Oft werden in den Stammsätzen einige Felder "blind" vorgesehen, die bei Bedarf ohne weiteres sichtbar gesetzt und angepasst werden können, so dass nutzerspezifische Felder leicht einzurichten sind. Allerdings werden alle nicht benötigten Felder für jeden Eintrag unbenutzt mit geführt. Aus diesem Grund ist diese Form der Anpassung auf nur wenige optionale Felder beschränkt.

Alle Anpassungen, für die im Rahmen des Tailorings keine Optionen vorgesehen worden sind, benötigen weitergehende Änderungen am Datenmodell oder der funktionalen Basis, hier spricht man vom Customizing.

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